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Auswertung der Umfrage vom April / Mai 2026:«Wanderangebote / Weiterbildungen zum Thema alpine Naturgefahren und Wandel in den Bergen»

12/10/2026

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116 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Das Ergebnis zeigt, dass ein vielseitiges Interesse an Angeboten zum Thema alpine Naturgefahren und Wandel in den Bergen besteht. 

Folgende Zielgruppen haben an der Umfrage teilgenommen (Mehrfachauswahl war möglich):
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Die grösste Zielgruppe umfasst die «Freizeit-WandererInnen bis T3» mit insgesamt 67 Personen. 99% dieser Zielgruppe gaben an, ein Interesse für Naturgefahren und Klimawandel im alpinen Raum zu haben, an erster Stelle für 1-tägige Exkursionen, gefolgt von mehrtägigen Exkursionen und Weiterbildungen im Gelände (Mehrfachauswahl war möglich):
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Bei den Zielgruppen BergführerIn, WanderleiterIn und TourenleiterIn hingegen war das Interesse für Weiterbildungsangebote am grössten.
50% der BergführerInnen können sich vorstellen, an einer Weiterbildung im Gelände zum Thema alpine Naturgefahren teilzunehmen:
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68% der Wander- und TourenleiterInnen können sich vorstellen, an einer Weiterbildung im Gelände zum Thema alpine Naturgefahren teilzunehmen:
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Die Antworten auf die Frage, welche Aspekte auf einer Naturgefahren-Exkursion oder bei einem Bildungsangebot zu Naturgefahren auf Touren besonders interessieren würden, waren – erfreulicherweise 😊 – sehr breit gestreut und reichten von «Klimageschichte der letzten grossen Eiszeit» über «Erstellung von Gefahrenkarten» bis hin zu «künftig zu erwartende Entwicklungen».
Einerseits besteht ein Interesse am Grundwissen und an den Zusammenhängen von Geologie (Tektonik und Gesteine), Klima/Klimaerwärmung/Meeresströmungen/Kipppunkte (globale Zusammenhänge), Vegetation, Wetter, Permafrost, Gletscher/Gletscherrückgang, Wasserhaushalt, historisch bedeutende Ereignisse (und wie sie Landschaft und Bevölkerung geprägt haben) wie auch Prädisposition und Naturgefahren allgemein.
Andererseits besteht aber auch ein grosses Interesse an direkt anwendbarem Wissen zu Naturgefahren und Risikomanagement bei der Tourenplanung (aktuelle Informations- und Datenquellen, Gefahrenkarten, behördliche Massnahmen/Überwachungen, Wetterentwicklungen/Temperaturschwankungen) sowie bei der Leitung, Routenwahl und Entscheidungsfindung direkt im Gelände:
  • Wo gibt es welche Naturgefahren für Wanderer/Berggänger, Tiere und Infrastruktur wie Hütten, Alpwirtschaften und Stauseen (Massenbewegungen wie Bergstürze, Steinschlag, Lawinen, Rutschungen, Murgänge, Überschwemmung; aber auch meteorologische Gefahren wie Wassermangel/Trockenheit, Starkregen/Starkniederschlag, Gewitter, Sturm)?
  • Welches sind die laufenden und künftigen Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscher, Permafrost, veränderte Naturgefahren, Natur, Vegetation, Bergtourismus, Alpinismus/Bergtouren, Routen/Zustiege/Übergänge, SAC-Hütten, Landschaft und Alpenbild, und was ist der Umgang damit (Gedankenspiele)? Was ist wo in Zukunft zu erwarten?
  • Welche Auswirkungen hat der Gletscherrückgang auf die Alpen / Landschaft / Kulturlandschaft?
  • Welche Wege sind gefährdet, welche sind nicht gefährdet?
  • Wie können potentielle Gefahren erkannt werden? Welche Anzeichen gibt es? Wie werden Hanginstabilitäten und Risiken eingeschätzt?
  • Wie gehen wir mit Naturgefahren um? Wie können Risiken minimiert werden? Welche Massnahmen können Wanderer/Berggänger treffen? Welches ist die optimale Route?
  • Wer trägt wo welche Verantwortung?
Gewünscht wurde insbesondere,
  • dass Landschaftsveränderungen und landschaftsbildende Prozesse erlebbar und räumlich fassbar gemacht werden (z.B. Gletscherschwund, Bergsturz, Felssturz, sowohl jüngste als auch sehr weit zurückliegenden Ereignisse, welche nicht mehr so offensichtlich sind);
  • dass das Wissen auf Exkursionen und in Weiterbildungen durch eigene Beobachtungen der lokalen Gegebenheiten und Phänomene sowie durch das Lesen der Spuren von Naturgefahrenereignissen/Permafrost direkt im Gelände erworben und selber erfahren werden kann;
  • dass das Wissen anhand anschaulicher Fallbeispiele im Feld, Geländebeurteilungen, Erfahrungsaustausch und Diskussionen in der Gruppe vermittelt wird;
  • Tipps zum eigenen Verhalten, um Naturgefahren nicht zu verstärken und für geeignete Ausflüge/Touren, um Gäste zu sensibilisieren und ihnen die Veränderungen durch den Klimawandel plastisch vor Augen zu führen und um sie im Idealfall davon zu überzeugen, dass Massnahmen auf gesellschaftlicher Ebene notwendig und dringend sind;
  • das Thematisieren positiver Aspekte des Wandels.
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